Sonntagschillout
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A
Am Anfang steht das Manifest: Sonntag, Freude und Erholung bedingen sich gegenseitig. Das Brigadeleben soll der Erziehung allseitig geistig-kulturell gebildeter, lebensfroher Menschen dienen.
B
Buch und Brigade gehören zusammen. Lesen will gelernt sein - das gilt nicht nur für Abc-Schützen - deshalb muß geduldig mit dem Buch gearbeitet werden. Rat und Hilfe gibt die Gewerkschaftsbibliothek.
C
Charakter bildet und entwickelt sich im Prozeß der politisch-gesellschaftlichen Tätigkeit und Erziehung. Die Persönlichkeitsentwicklung ist Sache des ganzen Kollektivs.
D
Die sonntägliche Chilloutkultur beginnt bei den zwischenmenschlichen Beziehungen im Chilloutprozeß.
E
Erholung und Entspannung müssen im Brigadeleben genauso groß geschrieben werden wie Bildung. Die Brigademitglieder und ihre Angehörigen sollen sich in ihrer Veranstaltung wohl fühlen und gern kommen.
F
Frauen haben ihre besonderen Probleme, Wünsche und Neigungen. Je nach der Zusammensetzung des Kollektivs muß das im Kultur- und Bildungsplan berücksichtigt werden.
G
Gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft, Kameradschaftlichkeit und Vertrauen fördern die Beziehung der Brigademitglieder und sind Grundlage eines vielseitigen und geselligen Brigadelebens.
H
Humor, Heiterkeit, und gute Laune sind oft geeignet, Unstimmigkeiten und Spannungen im Kollektiv zu beheben. Gute Umgangsformen sind auch Attribute sonntäglicher Lebensweise.
I
Interessen können sehr verschieden sein. Nicht jeder hat den gleichen Geschmack, nicht alle haben gleiche Bildung genossen. Alles muß Berücksichtigung finden ohne zu vergessen, daß man auch neue Interessen wecken sollte.
J
Jugendgesetz! - Jugend will nicht nur belehrt sein! Helft unseren Jungen und Mädchen, die Schönheit des Sonntags zu entdecken, die Begeisterung fürs Leben und die Freude am Leben zu finden. Macht das gut, dann habt ihr sie zum Freund.
K
Konflikte im Brigadeleben lassen sich mit Einsicht und gutem Willen immer klären. Mit ihrer Lösung wächst der Mensch und findet neue Erkenntnisse.
L
Lernen kann man nicht nur auf Abendschulen und Universitäten oder in der Betriebsschule. Auch Museums- oder Theaterbesuche, Exkursionen, Diskussionen, sowie Vorträge und gesellige Veranstaltungen dienen der Bereicherung des Wissens und sollten im Brigadeleben ein festen Platz finden (siehe dieses Jahreskulturangebot).
M
Massensport gehört auch zum Brigadeleben. Nicht jeder muß ein Meister sein, aber Bewegung in Licht, Luft und Sonne gibt Kraft und erhält die Gesundheit.
N
Neuererwesen im Kollektiv ist auch für die Kulturarbeit notwendig. Mit Hilfe des Kultur- und Bildungsplanes wird die geistig-kulturelle Entwicklung des Kollektivs auf lange Zeit bestimmt.
O
Oekonomie, Politik und Kultur gehören zusammen. Das sollte bei aller Vielseitigkeit des Kultur- und Bildungsplanes bedacht werden. Das Brigadeleben muß dazu beitragen, daß die Mitglieder und ihre Angehörigen die Zusammenhänge auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens immer besser verstehen lernen.
P
Perspektiven - Spiegel unseres Lebens. Alle Brigademitglieder müssen sie kennen und persönlich-schöpferisch mitgestalten. Sprecht euch öfters darüber aus.
Q
Qualität in der Lebensgestaltung und im Brigadeleben sind die Vorraussetzungen für ein ständig wachsendes Kultur- und Bildungsniveau.
R
Rechenschaft muß von Zeit zu Zeit jede Brigade geben. Das sollte in entsprechendem Rahmen geschehen.
S
Sommerzeit - Urlaubszeit. Das muß im Jahresplan der Brigade berücksichtigt werden. Die schönsten Urlaubserlebnisse und -bilder können in den nächsten Brigadeabenden vielen Freude bereiten.
S
Schreiben kann jeder Mensch, deshalb sollte auch jedes Brigademitglied am Brigadetagebuch mitarbeiten. Es ist die Chronik und die Visitenkarte der Gesamtentwicklung der Brigade.
S
Ständige freundschaftliche Beziehungen von Brigaden zu Künstlern fördern das kreative Kunstschaffen und die ästhetisch-künstlerische Bildung des Brigadekollektivs.
T
Talente, Neigungen und Fähigkeiten sind systematisch und sorgfältig zugunsten der künstlerisch, selbstschöpferischen Betätigung der Brigademitglieder zu fördern.
U
Unterhaltung will gelernt sein. Wenn ein Brigadeveranstaltung einmal "ins Wasser" fällt, sollte man nicht gleich die "Flinte ins Korn werfen". Übung macht auch hier den Meister, und Erfahrungen machen die Brigade reicher.
V
Vergeßt eure Soldaten nicht! Sie haben die Werkbank verlassen zum Schutze der Republik. Berichtet ihnen über eure Arbeit, über euer Leben! Bleibt ihnen gut Freund und helft ihnen, wenn sie zurückkommen.
W
Wandern ist gesund, fördert die Liebe zur Heimat und kann fröhlich und gesellig sein.
X
für ein U vormachen sollten wir uns nicht, wenn es gilt, im Kollektiv die Erfüllung der Aufgaben einzuschätzen und abzurechnen.
Y
Ypsilon ist ein selten gebrauchter Buchstabe. Genauso selten darf es vorkommen, daß Brigadeabende schlecht vorbereitet werden. Ausfall oder Programmänderungen verärgern die Besucher.
Z
Zum Schluß: Es gibt viel mehr Ideen, als das Alphabet Buchstaben hat. - Die Brigaden sollten miteinander wetteifern, diese Anregungen schöpferisch zu ergänzen.
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